Singin’ In The Rain

Drehbuch und Adaptierung von Betty Comden und Adolph Green
Musik und Songtexte von Nacio Herb Brown und Arthur Freed

Premiere 22 September 2011 in den Kammerspielen

Mit: Gaines Hall (Don Lockwood), Nina Weiß (Kathy Selden), Ramesh Nair (Cosmo Brown), Jennifer Kossina (Lina Lamont), Thomas Weissengruber (R. F. Simpson), Katharina Dorian (Dora Bailey/Miss Dinsmore), Ronnie Veró Wagner (Roscoe Dexter), Markus Simader (Sprechlehrer), Christian Petru (Tenor (“Beautiful Girl”)), Jennifer Pöll (Zelda Zanders), Oliver Liebl (Sid Phillips)

Regie: Werner Sobotka

Die Geschichte dreht sich um turbulente Szenen rauschender Premierenfeiern, schweißtreibender Filmproben und üblicher Liebesverwicklungen von dem Stummfilmstarpaar Lina Lamont und Don Lockwood, dem der Hollywood-Klatsch und die Studiopropaganda auch ein privates Liebesglück angedichtet hat, obwohl sich die beiden außerhalb des Drehens nicht riechen können. Don verliebt sich jedoch in ein nettes Mädchen namens Kathy Selden, das nicht viel vom Film hält – weil er eben so dumm und stumm ist. Und Lina ist wirklich schreiend blöd – und das auch noch mit einer schrecklichen Stimme und einer vulgären Aussprache. Während die Tonfilmrevolte Hollywoods Studios in den Grundfesten erschüttert und denjenigen, der sich nicht in das neue Tonmedium rettet, wirtschaftlich ruiniert, müssen die beiden Stars umsteigen: Aus ihrem Stummfilm soll ein Tonfilm gemacht werden … (mehr über Inhalt und Werk Kammerspiele).

Gaines Hall, Nina Weiß, Ramesh Nair - (c) Rita Newman

Kritiken

Kurier (Peter Jarolin): “Singin’ In The Rain” – ein echter Smash-Hit – Mit “Singin’ In The Rain” beweisen die Kammerspiele einmal mehr ihre große Kompetenz in Sachen Musical. … Sobotka und sein Team haben eine kluge, mit Zitaten aus der Film- und Musical-Geschichte gespickte Fassung erstellt, setzen auf Tempo, Timing und (Irr-)Witz. … Gaines Hall ist ein virtuos steppender Don Lockwood, der in Nina Weiß (ausgezeichnet als Kathy Selden) eine ideale Partnerin findet. Als dem Tonfilm so gar nicht gewachsene, weil unsäglich piepsende Lina Lamont liefert Jennifer Kossina ein komödiantisches Gustostück ab. Selten hat Zicken-Alarm so viel Spaß gemacht. Und als Cosmo Brown ist der groß aufspielende Ramesh Nair eine Klasse für sich. … Hingehen!

Die Presse (Barbara Petsch): „Singin’ In The Rain“: Frohsinn im Platzregen – Werner Sobotka inszeniert das Musical mit einem präzis agierenden Ensemble: rasant, schräg, charmant. … Die Aufführung hat ein paar Längen, was an dem epischen Original liegt, aber insgesamt ist sie geglückt – und vor allem, wie immer bei Sobotka, mit beeindruckender Perfektion einstudiert. … Die interessanteste Figur ist die schrillste: Jennifer Kossina als Diva Lina Lamont zwitschert und singt ohrenbetäubend, zeigt aber auch die Hollywood-Beautys in ihrem Glanz, Elend … Ramesh Nair – er ist auch für die Choreografie verantwortlich – begeistert als verschmitzter Musiker Cosmo …

Der Standard (Dorian Waller): Dauerdruck unter der Sprinkleranlage – Inszenierung auf Vollgas: “Singin’ In The Rain” in den Wiener Kammerspielen … Das großteils für die Produktion gecastete Ensemble fährt Szenenapplaus um Szenenapplaus ein. … Für Musicalfreunde […] ein voller Erfolg.

OÖNachrichten (Reinhold Reiterer): Heiteres Singen im Regen, auch ohne Gene Kelly … Exzellent, wie Jennifer Kossina das hinkriegt. … Ramesh Nairs (überzeugt auch als Darsteller) eher einfache Choreografie bewältigen alle Akteure. … Sobotka setzte die Chose gag- und temporeich in Szene … Großer Premierenjubel.

oe24: Der Inder steppt in den Kammerspielen – Gaines Hall und Jennifer Kossina als vorgebliches Traumpaar. … Regisseur Werner Sobotka hält sich eng an die Vorlage aus den 50er Jahren und lässt das Publikum im ersten Drittel kaum Atem holen: Tanznummern wechseln sich mit Singnummern ab, Slapstick mit Wortwitzen … Doch das Pulver wirkt nach etwas mehr als einer Stunde verschossen … [Das Publikum feiert] zurecht etwa die Stepptanzszenen von Don und Cosmo Brown (Ramesh Nair) oder Dons berühmten Tanz auf der regennassen Bühne.

Links

OE1 berichtet, dass Musicals, die aus alten Filmstoffen generiert werden, nicht nur am Broadway und in London Hochsaison haben (siehe auch “Sister Act” dzt im Ronacher). Da 50 Mal ensuite gespielt werden muss, ist niemand vom Hausensemble dabei. Außerdem musste das Ensemble steppen können, das sei am Theater keine gefragte Kunstform mehr, so Sobotka.

Vorbericht zur Aufführung (wien.orf.at).

Über den berühmten MGM Film “Singin’ In The Rain” (IMDb und Wikipedia) aus dem Jahr 1952 von Stanley Donen mit Gene Kelly (Biografie und Filme) und Debbie Reynolds (Biografie und Filme bei IMDb und Wikipedia).